Wochenende voll "Willkommen sein und willkommen heißen"

Pilgertour willkommen sein willkommen heißen
Bildrechte: Heidi Wolfsgruber

Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Dekanat pilgerten
Zusammen mit der Bildungsbeauftragten Heidi Wolfsgruber auf den Pilgerweg, um nachzuspüren, wo man sich selbst so richtig willkommen gefühlt hat und um Erlebnisse zu reflektieren, bei denen man genau das Gegenteil erlebt hat. Die anfängliche Vorstellung der Teilnehmenden mit einer stillen Geste förderte dabei die Aufmerksamkeit, die es beim Pilgern braucht, um sich und andere überhaupt ganzheitlich und vertieft wahrzunehmen. Durch die offenen und ehrlichen Gespräche unterwegs, aber auch durch das miteinander Gehen im gemeinsamen Schweigen entstand das Gefühl, in dieser Gruppe so willkommen zu sein, wie man eben ist – auch mit all dem Schweren, das einen ausmacht. Die Erfahrungen der Ablehnung und des Nicht-Willkommenseins durften dann symbolisch am Ende des Hinweges im Steinbachtal abgelegt werden, mit der Bitte und Hoffnung, dass das Leben dadurch ein Stück leichter weitergehen könne. 

Eine Pilgerstation war die St.-Peter-und-Pauls-Kirche in Detwang
Beim Rückweg entlang der Tauber bildete dann der Besuch der St.-Peter-und-Pauls-Kirche in Detwang den Abschluss der ca. 9 km langen Pilgertour. Pfarrerin Heidi Wolfsgruber lenkte die Aufmerksamkeit auf den Taufstein, der für die christliche Zusage bei der Taufe steht, dass jeder und jede von Gott in dieser Welt willkommen geheißen ist. Die Kraft aus dieser Zusage ermöglicht es, diese Welt so mitzugestalten, dass Mensch sich darin nicht verloren fühlen.

Willkommensthema beim SMS-Gottesdienst konkretisiert
Konkretisiert und weiter vertieft wurde das Thema am Tag darauf beim sogenannten „SMS“ – Sonntag Morgen Spezial Gottesdienst in der Stadtkirche St. Johannis in Uffenheim. Im Predigtgespräch erläuterte Dekan Max von Egidy seinen Wunsch nach offenen Kirchentüren: Er plädierte dafür, alles zu tun, damit sich Menschen auch in einer von vielen Herausforderungen stehenden Kirche willkommen fühlen. Gerade jetzt – nach Corona – müsse Kirche sich als ein Ort erweisen, wo Menschen zu neuer Kraft finden können. Dazu brauche es eine einladende und herzliche Willkommenskultur, also Menschen, die aus ihrer eigenen Erfahrung, Haltung und dem Glauben heraus auf andere zugehen. Diese Haltung könne sich ganz konkret an den Kirchentüren zeigen, die eben nicht verschlossen, sondern offen stünden für diejenigen, die nach einem Ort der Stille und des Innehaltens suchen. Hermann Schuch bekräftigte als Kirchenvorstand aus Langensteinach, dass die dortige Gemeinde mit ihrer tagsüber offenen Kirche sehr gute Erfahrungen gemacht habe und ermutigte die am Gottesdienst Teilnehmenden Angst und Bedenken diesbezüglich nicht zu hochzuhalten, denn Kirche stehe neben aller Besonnenheit ja für Mut und Vertrauen.